Matrix
10. Juni 2024

DMDR- #1.6- Kinder sind gefährlich

Aus unserer gewohnten Perspektive überschätzen wir nicht nur unseren technologischen Fortschritt um Lichtjahre, sondern auch den unserer eigenen Art.  Nicht vor einhundert tausend Jahren, sondern vor weniger als 250, wurde der letzten Hexe Europas der Kopf mit dem Schwert abgehackt.

Innerhalb der letzten vier Minuten stand die Welt gleich zweimal in Flammen. Die traurige Bilanz beider Weltkriege zusammen: Beinahe 100 Millionen Tote.  Wie sehr der Mensch die Orientierung verlieren kann, hat er vor weniger als drei Minuten bewiesen, als ganze Industrieanlagen errichtet wurden, um Menschen wie am Fließband ermorden zu können und sich die ausgehungerten Leichen meterhoch hinter den Gaskammern der Konzentrationslager stapelten. 

Einem Mann gelang rechtzeitig die Flucht nach Amerika und im Gepäck hatte er seine Physik. Dieser Mann entdeckte, dass Materie und Energie dasselbe ist und dass das eine über das Quadrat der Lichtgeschwindigkeit in das andere umgewandelt werden kann. Sein Name war Albert Einstein und seine berühmte Formel lautet: 

Aus dieser Formel lässt sich ableiten, dass bereits in geringsten Materiemassen, eine exorbitant hohe Menge an Energie gespeichert sein muss, die sich unter bestimmten Umständen freisetzen lässt. Dieser Transfer gelang auch den Militärs und das war die Geburtsstunde der Atombombe. Little Boy und Fat Man waren die ersten beiden thermonuklearen Massenvernichtungswaffen, die über Zivilisten gezündet wurden und dabei machten sie ihrer Bezeichnung alle Ehre. Rund einhunderttausend unschuldige Kinder, Frauen und Männer waren auf der Stelle tot. Bei weiteren 130000 dauerte es etwas länger. Sie starben in den darauffolgenden Jahren an ihren Verletzungen und den Schäden der hochradioaktiven Gammastrahlung.

Wenn Unreife Blut leckt, will sie mehr. Die Weiterentwicklung führte zur Wasserstoffbombe, die eine gewöhnliche Atombombe lediglich als Zünder benötigt, um denselben Prozess in Gang zu setzen, wie in der Sonne. Vier Wasserstoffkerne fusionieren zu einem Heliumkern wodurch gigantische Mengen an Energie in Form von Licht und Wärme frei werden. Die Zerstörungskraft einer solchen künstlichen Sonne ist über viertausend Mal stärker als die Bomben, die Hiroshima und Nagasaki dem Erdboden gleich machten.

Wer als erster drückt, stirbt als zweiter. Das ist das brüchige Fundament, auf dem sich der Weltfrieden stützt, der bis heute einen dritten Weltkrieg verhindert hat.

Von außen betrachtet, sehen wir uns auf einer blauen Kugel leben, die in den Weiten des Weltalls um ihre Sonne kreist. Wir sehen, dass die eine Hälfte der Menschen Waffen baut, die Unmengen an Geld kosten, um damit Dinge zu zerstören, die mindestens noch einmal so viel Geld kosten, während die andere Hälfte nicht genug Geld hat, um ein menschenwürdiges Leben führen zu können.

Doch der „moderne Mensch“ zerstört nicht nur sich selbst, sondern auch den Planeten, auf dem er lebt.

Er verbraucht momentan jährlich 60% mehr Ressourcen als die Erde in diesem Zeitraum regenerieren kann. Interpolieren wir diese Entwicklung linear in die Zukunft, werden ab dem Jahr 2030 zwei Erden nötig sein, um den Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken. Ab dem Jahr 2050 wird das Gewicht des Plastiks in den Weltmeeren, das der Fische übersteigen.

Wer ist dieser „moderne“ Mensch?

Ist er wirklich so modern, wie er selbst von sich behauptet oder benötigt er dafür noch ein paar Millionen Jahre?

Was würden Außerirdische von ihm halten, die ihn vom Mond aus beobachten und gerade über die 200 Tonnen Müll gestolpert sind, die er dort zurückgelassen hat?

Warum benimmt sich dieser Mensch so merkwürdig?

In der Physik gibt es keine Wirkung ohne Ursache. Es muss eine Ursache geben.

Der Mensch ist ein ganz besonders Säugetier. Er kann weder besonders schnell laufen, noch ist er besonders stark. Er kann weder fliegen noch unter Wasser atmen. Er ist weder giftig, noch hat er scharfe Krallen oder große Zähne, doch aller körperlichen Unterlegenheit zum Trotz, steht er an der obersten Spitze der Nahrungskette. Wie kann das sein?

              

Der Mensch verfügt über die Superkraft der Superkräfte. Es ist seine Fähigkeit zu denken, sein allen anderen Lebewesen auf dieser Erde weit überragender Intellekt. Ein Taschenrechner kann keinen Virus haben, da seine Rechenoperationen nicht komplex genug sind, um ernsthaften Schaden anrichten zu können. Tiere sind Taschenrechner. Das menschliche Gehirn ist ein Quantencomputer und im Programmiercode seines Betriebssystems, dort wo die Brille entsteht, dort ist die Ursache zu finden.