
Neue Runde, neues Glück. Doch dieses Mal hatten wir, hinsichtlich der Unterkunft besonders viel davon. Ein wunderschönes Haus mit noch schönerer Terrasse, direkt am Wasser und eigenem Kajak. Der perfekte Ort, um die Gegend zu erkunden.
Eine halbe Autostunde landeinwärts, kommen die Glass House Mountains, wie aus dem Nichts daher. Da diese Berge nicht durch Plattentektonik entstanden sind, sehen sie auch völlig anders aus. Was sofort auffällt ist, dass die markantesten von ihnen, wie mehrere Hundert Meter hohe Nadeln senkrecht in den Himmel ragen und exakt in einer Linie stehen. Der Grund: Vor rund 25 Millionen Jahren drang Magma, entlang einer Bruchkante, aus der Tiefe aufwärts, fand aber keinen Weg, um auszubrechen und erstarrte im Untergrund. Erosion trug das umgebende, weichere Gestein ab und die versteinerten Vulkanschlote blieben als Glass House Mountains übrig. Eine einmalige Kulisse für einen Drohnenflug.
Ein paar Tage später ging es noch einmal in dieselbe Richtung, diesmal aber ein Stück weiter. 1,3 Millionen Einwohner, kompakter Stadtkern, beeindruckende Wolkenkratzer und ein Fluss. Brisbane stand auf dem Plan.
Vom botanischen Garten ging es zu Fuß über das, vollständig vom Verkehr getrennte Rad- und Fußgängernetz in Richtung Lagune, einem kostenlosen Schwimmbad mit Sandstrand, direkt am Fluss und bester Aussicht auf den gegenüberliegenden Stadtkern. Gleich dahinter, einer der vielen Landepunkte, an denen die Fähre hält, die einen für umgerechnet knapp 30 Eurocent, im Sitzen an der Innenstadt vorbeifährt. So kann Stadtbesichtigung auch sein.



Mit dem Durchqueren der Story- Bridge, einer knapp 300 Meter langen und 75 Meter hohen Auslegerbrücke, die an die Golden Gate Bridge erinnert, verlässt die Fähre den Stadtkern und beim Blick zurück, entsteht an dieser Stelle ein ganz besonders erwähnenswertes Bild. Für einen Beobachter aus der Mausperspektive, der sich auf der bewegenden Fähre befindet, schiebt sich dieses gigantische Stahlfachwerk auf Bauchnabelhöhe vor den Wolkenkratzern im Hintergrund vorbei. Eine beeindruckende Szene, die an das Intro einer amerikanischen Sitcom erinnert.
Nach einem weiteren Ausflug an die Byron Bay und dem größten Wasserpark Australiens, neigt sich diese Reise, langsam aber sicher dem Ende entgegen.
